Der Mittwoch in Kalmar verging mit Einkaufen und Faulenzen. Manfred ging bereits morgens um 7 von Bord; Johannes kam mit Verspätung so gegen 22:30 an.
Wir wollten nicht hetzen, gleich an seinem ersten Tag an Bord und so starteten wir erst um 9:35 zum Schlag nach Kristianopel. Der klappte auch wie geplant, von den 28 Meilen mussten wir aber mangels Wind 10 motoren.
Am Abend ging der Mond glutrot über dem Kalmarsund auf und kündigte uns einen Wetterwechsel an.
Für den gestrigen Frietag, (19.8.) war dann auch Starkwind mit 7 – 8 Bft angekündigt, der aber erst am Nachmittag einsetzen sollte. In Karlskrona liegen wir besser als in Kristianopel, dachten wir uns, zumal dort auch mein Segelfreund Wolfgang mit seiner Terra liegt, den wir gerne treffen wollten
Um dem Starkwind möglichst aus dem Weg zu gehen, starteten wir bereits kurz nach 6 Uhr und setzten Segel, nachdem die enge Einfahrtsrinne passiert war. Teils kräftiger Regen begleitete uns aber der Wind war prächtig. Bis vor den Hafen Karlskrona – Dragsö konnten wir flott segeln obwohl wir das enge und gewundene Schärenfahrwasser an Torhamn vorbei gewählt hatten.
Bis vor einigen Jahren war Karlskrona, Schwedens bedeutendster Marinestützpunkt, für Ausländer komplett gesperrt. Jetzt kann man mit dem Boot dicht am Marinestützpunkt vorbeifahren, der noch immer genutzt wird, aber auch zahlreiche Relikte der Vergangenheit enthält, darunter eine alte Reeperbahn und einen gewaltigen Mastkran, mit dem früher die Masten der großen Segelschiffe gesetzt wurden. Das ganze Gelände ist obwohl als Marinebasis noch immer für die Öffentlichkeit gesperrt, in die Liste des Weltkulturerbes eingetragen.
Rechtzeitig vor dem Einsetzen des starken Windes haben wir neben der Terra festgemacht, uns und die Terra aber später auf Anraten des Hafenmeisters auf geschütztere Plätze verlegt.
Den Abend verbrachten wir an Bord der Terra; Wolfgangs Freundin Claudia hat lecker gekocht und Wolfgang brachte einen schönen Rotwein auf den Tisch. Euch beiden herzlichen Dank für den schönen Abend !
Vor dem Abendessen konnten wir aus Terras Cockpit heraus einen tollen Regenbogen beobachten.
Heute am Samstag Vormittag wehte es noch immer ganz ordentlich, dazu scheint aber die Sonne und in windgeschützten Ecken ist es richtig warm.
Wir gingen in die Stadt und erledigten ein paar Einkäufe. Pilgrims Skipper war schon lange auf der Suche nach einem kleinen “Knopf fürs Ohr”, den er hier in Karlskrona in Form einer kleinen schwarzen Perle gefunden hat. 2 junge Damen, die zufällig im Laden waren, haben sich köstlich amüsiert, als die Dame mit dem Ohrlochschießgerät auf den etwas ängstlich schauenden Skipper los ging.
Nach der Referenz an Karl den XI, den Stradtgründer von Karlskrona ging es noch ins Marinemuseum und dann zurück an Bord.
Heute am Abend ist ein gemütliches Beieinander mit Claudia und Wolfgang auf der Pilgrim geplant, und morgen soll es bei angekündigtem leichten Wind weiter südwärts gehen.



