Von Broken aus telefonierten wir nochmal mit Bosse auf Hävringe. Die Marlin sei im Hafen, sagte er uns, und er werde Heinz und Barbara über unser kommen informieren.
Die 9 Meilen waren bald geschafft, 7 davon konnten wir segeln, dann blieb der Wind weg.
So voll wie diesmal habe ich den kleinen Hafen noch nicht erlebt, wir fanden aber ein Plätzchen neben der Marlin und kaum fest, begrüßte uns Bosse.
Einen Kaffee “mit Beilage” gab es zur Begrüßung. Nach einem Spaziergang ging es ans kochen. Bosse hatte Besuch und konnte leider nicht mit uns essen, versorgte uns aber mit frischen Flundern,
ausreichend für Heinz, Manfred und mich. Barbara mag Fisch nicht so gerne.
Am anderen Morgen ( 5.8.) gab es noch einen Abschiedskaffe und dann starteten Marlin und Pilgrim nach Nävekvarn. Prächtiger Wind ließ uns die 17 Meilen in 3 1/4 Std. bewältigen.
Unterwegs schoß Heinz das nachstehende Bild von der Pilgrim :
Weil Pilgrim schon wieder mit angezogener Bremse segelt ( wir wären sonst viel zu früh zum nächsten Crewwechsel in Kalmar ) verabschiedeten wir uns hier von Barbara und Heinz, die nun etwas zügiger südwärts wollen.
Unser nächstes Ziel war Arkosund; als frisch gebackenes Mitglied des Svenska Kryssarklubben machten wir hier erstmals an einer der blauen Bojen des Clubs fest, die dieser an den schönsten Plätzen längs der schwedischen Küste ausgelegt hat.
Tyrislöt, gerade mal 9 Meilen südlich von Arkosund war das nächste Ziel, u.a. weil es dort “Versorgung” insbesondere Wasser geben sollte. Nun, mit der Versorgung war es nicht so toll, im Kiosk des Campingplatzes gab es nur das Allernotwendigste, aber eine schöne Lachsseite konnten wir dort kaufen. Das Wasser mußten wir über 200m per Kanister beischleifen.
Den Folgetag blieben wir hier, weil die Kustväderprognos süddlichen Wind mit mehr als 10m/sec angekündigt hatte.
Auch heute ( am 9.August ) kam der Wind aus Süd und brachte auch einige Schauer mit, aber wir müssen weiter, leider nur mit Motorkraft. Mit einem Zwischenstop in Fyrudden, wo wir die Vorräte ein wenig ergänzen konnten, ging es in den SXK-Clubhafen Stugvik auf Stora Alö, den die lokale Gruppe des Kryssarklubben liebevoll angelegt hat.
Heute, am 10.8. war mal wieder ein super Segeltag. 27 Meilen konnten bei sehr böigem West- bis Südwestwind gesegelt werden. Vor jeder der engen Schärendurchfahrten war die Frage, schaffen wir es ohne Holeschlag und vor allem ohne Motorhilfe. Aber Rassmus hatte ein Einsehen mit uns und drehte letzlich immer so, daß wir die kritischen Passagen durchsegeln konnten, wenn auch manchmal mit etwas gekneife. Pilgrims flexibles Kutterrigg bewährte sich heute prächtig; je nach Windsituation konnten wir blitzschnell vom großen auf das kleine Vorsegel “umschalten” was bei wechselndem Wind zwischen 4 und 6, ein paar kräftigere Böen waren wohl auch noch dabei, recht hilfreich war.
Jetzt liegen wir auf der Schäre Idö vor Västervik und steuern so allmählich den Kalmarsund an.




