Hej, hej

ja, Pilgrim hat schwedische Gewässer erreicht; aktuell sind wir in Kalmar.
Ich sitze an Bord der Marisol aus Basel, die mit PC und WLAN ausgerüstet ist. Michele, der Skipper lässt mich freundlicherweise diese Zeilen tippen. Aber der Reihe nach:
Ende April ging es in Kappeln los. Nach ein paar Tagen Bastelei am Boot kam Pilgrim am 25.4. wieder ins Wasser und ein paar Tage später, Uli, der andere Opa meiner Enkelkinder war inzwischen mit an Bord, hiess es “Leinen los” zum erstan grossen Schlag, bei Regen ohne Wind mit Maschine stolze 4 Meilen nach Schleimünde !
Das Wetter wurde dann besser, blieb aber kühl. Meist leichte Winde trieben und durch die dänisch Südsee. Avernakö, Dagelokke, Omö, Femö, Vordingborg, Nyord und Rödvig war unsere Stationen im Dänenland. Der Motor trieb uns mangels Wind über den Sund nach Skane in Südschweden. In Ystad verabschiedete sich Uli und Johannes kommt an Bord. Gleich am nächsten Tag gehts weiter; die dänische Gastlandflagge geht wieder hoch, das Ziel heisst Allinge auf Bornholm. Ein Hafentag wird genutzt um den schönen Norden der Insel zu erkunden, insbesondere die Ruine Hammerhus, die mal eine mächtige Festung war.
Im Hafen stand, verursacht durch kräftigen Ostwind mächtiger Schwell. Das Hafentor, das bei solchen Bedingungen eigentlich geschlossen sein sollte blieb offen, Resultat: eine beschädigte Scheuerleiste. Zusammen mit einem holländischen Skipper suchten wir den Hafenmeister auf und verlangten und erhielten das Liegegeld zurück. Ein kurzes Papier wurde aufgesetzt ind dem ich mir vorbehielt, weitere Ansprüche bez. der anstehenden Reparatur zu stellen.
Und weiter, Christiansö darf natürlich nicht fehlen. Wegen wenig Wind, den aber direkt auf den Kopf und einer alten See lag der Wendewinkel von Pilgrim irgendwo bei 150°; die paar Meilen nach Christiansö würden bei diesen Bedingungen zur kompletten Tagesreise also Maschine an. Bei der Schaukelei wurde Johannes etwas einsilbig und blass, hat das Boot aber gut durch die Wellen gesteuert.
Die Mühe wurde belohnt, zum Abendessen gab es fangfrisches Dorschfilet.
Der Däne wurde wieder eingeholt, die blaue Flagge mit dem gelben Kreuz wehte wieder unter der Saling und es ging erst mühsam dann flott nach Utklippan. Nur 2 andere Boote, kein Hafenmeister, also auch kein Hafengeld dafür aber wie schon vor 2 Jahren wieder angriffslustige Möven.
èber Kristianopel gelangten wir endlich nach Kalmar. Der Schlag durch den Kalmarsund nordwärts begann wie schon gewohnt flau. Mit 3 Knoten hatten wir schon das Gefühl zu rasen. Aber dann kam die Regenfront mit Wind. Unseren Kurs hoch am Wind gerade noch anliegen könnend haben wir über 6 kn auf dem Log gesehen. Der erste wirklich sportliche Segeltag hat uns viel Spass gemacht.
So, das wars für heute. Melde mich bei nächster Gelegenheit wieder hier.
Bis dann: Tschüss

Eine Antwort zu “Hej, hej”

  1. Andreas OE32 sagt:

    Hi, dachte schon du bist verschütt gegangen. Ich hatte schon öfters hier nachgesehen um zu sehen wie es dir geht.. Bin ja froh, dass du bei bestem Wetter gut vorangekommen bist. Ich starte am Donnerstag. Bin in 10 Tage in Kalmar. Alles Gute bis in die Aalands, wo wir uns hoffentlich sehen. gruss Andreas

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