Nun ist aber Schluß …

23 Januar 2012

… mit dem Finnlandtörn 2011

Ja, da hab ich doch vergessen, den Bericht vom Sommertörn 2011 abzuschließen.
Jetzt ist der Januar 2012 schon fast wieder vorbei; die Gedanken richten sich bereits auf den heurigen Sommertörn aber bringen wir jetzt erst mal den vergangenen Törn auch hier zum Abschluß:

Nach dem 1. Versuch, vom Marstal nach Kappeln zu gelangen, mußten wir, wie ja schon geschrieben, einen weiteren Hafentag einlegen. Auch am darauf folgenden Tag,Dienstag, 30.8. blies es nur geringfügig weniger und natürlich weitere aus West. Wir beschlossen , hoch am Wind nach Mommark zu segeln um am folgenden Tag dann mit halbem Wind südwärts nach Kappeln zu segeln. Es wurde eine recht bewegte und feuchte Überfahrt, auf der wir uns zunächst um die Südwestecke von Aerö, Vejsnaes Nakke herumkämpfen mussten. Als das geschafft war, konnten wir Mommark zwar auch nicht direkt anliegen, aber einige kleine Holeschläge reichten aus, um auf der Kurslinie zu bleiben. Es war schwer, in der bewegten See einen sauberen Kurs zu steuern, entweder ich segelte zu hoch am Wind und machte dann kaum noch Fahrt oder aber ich machte flotte Fahrt, aber viel zu weit von der Kurslinie weg.
Pilgrim übernahm dann die Schiffsführung selbst; einfach das Ruder losgelassen und schon steuerte sie sich selbst durch die Wellen und fand den optimalen Kompromiß zwischen Speed und Höhe. Ich glaube fest, sie hatte Spaß daran, ihrem Skipper zu zeigen, daß es ohne ihn viel besser geht …
Am 31.8. auf dem Weg von Mommark nach Kappeln wollten wir eigentlich den kräftigen Westwind nutzen um rasch nach Kappeln zu kommen, aber der hatte sich ausgepustet. Nach kurzem Versuch zu segeln, schob uns der Diesel über die letzte Etappe.
Bereits von Unterwegs aus wurde für den 1.9. der Motorcheck und das Auskranen sowie ein Leihwagen organisiert. Alles hat gut geklappt; Ich konnte Johannes rechtzeitig in Hamburg abliefern, so daß er seinen Flieger noch erreicht hat und war selbst am späten Abend zu Hause womit der Törn 2011 nun auch hier seinen Abschluß hat.

Wie immer habe ich den Törn auf meiner WEB-Seite mit zahlreichen Fotos und diesmal sogar mit den aufgezeichneten GPS-Tracks dokumentiert, zu finden unter http://www.pilgrim-net.de/pilgrim/2011/start.htm

Die „trockene Zeit“ ist ja nun schon halb herum und die Gedanken sind bereits beim Törn des Jahres 2012 der nach Südnorwegen und an die schwedische Westküste führen soll. Eventuell kommt noch der Göta-Kanal hinzu, was aber erst vor Ort entschieden wird. Diese alternative Route ist im anhängenden Google-Earth-Ausschnitt gelb eingezeichnet :

Routenidee für 2012

Dänemark liegt schon fast hinter uns …

29 August 2011

… aber eben nur fast ! Kräftiger Wind, verbunden mit hohen Wellen hindern uns z.Zt. am Weiterkommen. Dabei liegen wir nur noch eine Tagesreise von Kappeln entfernt in Marstal, auf der dänischen Insel Aerö.

Dabei verlief die Reise von Gislövs Läge hierher recht flott über die Stationen Nyord, Lohals auf Langeland und hierher nach Marstal.
Auf dem Weg nach Nyord hatten wir einen kleinen Passagier an Bord, der eine ganze Weile mit uns fuhr.

Unser kleiner Passagier

Nyord

In Marstal gibt es ein sehr schönes Seefahrtsmuseum in welchem die große Seefahrertradition dieses kleinen Städtchens in zahlreichen Modellen, Bildern, und Originalgegenständen, darunter kompllet installierte Brückenhäusern und Kajüten alter Segel- und Motorschiffe dokumentiert wird. Mir gefiel besonders dieses Bild:

Ein Bild in Marstals Seefahrtmuseum

Gestern haben wir versucht, nach Kappeln zu segeln, aber schon an der Ansteuerungstonne nach Marstal legt sich Pilgrim trotz Reff im Großsegel und kleinem Vorsegel kräftig auf die Seite und stampfte sich in den hohen Wellen immer wieder fest. Und dann hätten wir auch noch kreuzen müssen weil der Wind uns direkt entgegen wehte. Wir verzichteten und steuerten zurück in Marstals Hafen und kauften uns zum Trost einen leckeren Sonntagskuchen.

Heute, am 29.8. sind die Bedingungen eher noch schlechter und so sitze ich nun in der Bibliothek von Marstal, wo ich den freien Internetzugang nutzen darf.

Morgen wollen wir bei voraussichtlich immer noch unwirtlichen Bedingungen einen neuen Anlauf für die letzten Meilen nehmen, nötigenfalls mit Motorunterstützung.

Tschüss Schweden

24 August 2011

wollten wir heute sagen, aber für die lange Distanz von Ystad nach Rödvig in Dänemark reichte der Wind nicht aus. Kurz vor Trelleborg wurde es immer flauer und Pilgrim dümpelte mit schlagenden Segeln in einer alten Welle. Also Kurswechsel und mit dem Rest des Windes nach Gislövs Läge, einem kleinen Hafen knapp östlich des großen Fährhafens Trelleborg.
Morgen wird lt. Wettervorhersage ebenfalls schwacher Wind sein, aber hoffentlich ist auch das Wasser dann glatt, so daß wir, nötigenfalls mit Motorunterstützung, die Überfahrt nach Dänemark bewältigen werden.

Noch ein kurzer Blick auf die zurückliegenden Tage:
Den Samstag Abend verbrachten wir, so wie das ja schon angekündigt war, in Gesellschaft von Claudia und Wolfgang, der uns am Sonntag Morgen noch mit leckeren Brötchen versorgte.
Gegen 10:00 nahmen wir dann Abschied und segelten nach Hanö, na ja nicht ganz bis Hanö, die letzten 10 Meilen mußte der Wind mal wieder aus dem Tank kommen.
Etwas besser lief es am Montag, von den 38 Meilen bis Skillinge konnten 32 gesegelt werden und gestern bewältigten wir die 22 Meilen von Skillinge bis Ystad komplett unter Segeln.
In Ystad wurde nochmal Proviant eingekauft und dabei der Bestand an Schwedenkronen reduziert, denn heute sollte es ja bereits nach Dänemark gehen.

So, Bilder gibt es diesmal keine und aus Dänemark melde ich mich, wenn ein WLAN verfügbar ist.
Bis dahin grüßt die Pilgrim Crew

Johannes und Winfried

Weiter südwärts

20 August 2011

Der Mittwoch in Kalmar verging mit Einkaufen und Faulenzen. Manfred ging bereits morgens um 7 von Bord; Johannes kam mit Verspätung so gegen 22:30 an.
Wir wollten nicht hetzen, gleich an seinem ersten Tag an Bord und so starteten wir erst um 9:35 zum Schlag nach Kristianopel. Der klappte auch wie geplant, von den 28 Meilen mussten wir aber mangels Wind 10 motoren.
Am Abend ging der Mond glutrot über dem Kalmarsund auf und kündigte uns einen Wetterwechsel an.

Mondaufgang

Für den gestrigen Frietag, (19.8.) war dann auch Starkwind mit 7 – 8 Bft angekündigt, der aber erst am Nachmittag einsetzen sollte. In Karlskrona liegen wir besser als in Kristianopel, dachten wir uns, zumal dort auch mein Segelfreund Wolfgang mit seiner Terra liegt, den wir gerne treffen wollten
Um dem Starkwind möglichst aus dem Weg zu gehen, starteten wir bereits kurz nach 6 Uhr und setzten Segel, nachdem die enge Einfahrtsrinne passiert war. Teils kräftiger Regen begleitete uns aber der Wind war prächtig. Bis vor den Hafen Karlskrona – Dragsö konnten wir flott segeln obwohl wir das enge und gewundene Schärenfahrwasser an Torhamn vorbei gewählt hatten.
Bis vor einigen Jahren war Karlskrona, Schwedens bedeutendster Marinestützpunkt, für Ausländer komplett gesperrt. Jetzt kann man mit dem Boot dicht am Marinestützpunkt vorbeifahren, der noch immer genutzt wird, aber auch zahlreiche Relikte der Vergangenheit enthält, darunter eine alte Reeperbahn und einen gewaltigen Mastkran, mit dem früher die Masten der großen Segelschiffe gesetzt wurden. Das ganze Gelände ist obwohl als Marinebasis noch immer für die Öffentlichkeit gesperrt, in die Liste des Weltkulturerbes eingetragen.

Alte und neue Kriegstechnik, direkt nebeneinander

Rechtzeitig vor dem Einsetzen des starken Windes haben wir neben der Terra festgemacht, uns und die Terra aber später auf Anraten des Hafenmeisters auf geschütztere Plätze verlegt.
Den Abend verbrachten wir an Bord der Terra; Wolfgangs Freundin Claudia hat lecker gekocht und Wolfgang brachte einen schönen Rotwein auf den Tisch. Euch beiden herzlichen Dank für den schönen Abend !
Vor dem Abendessen konnten wir aus Terras Cockpit heraus einen tollen Regenbogen beobachten.

Heute am Samstag Vormittag wehte es noch immer ganz ordentlich, dazu scheint aber die Sonne und in windgeschützten Ecken ist es richtig warm.
Wir gingen in die Stadt und erledigten ein paar Einkäufe. Pilgrims Skipper war schon lange auf der Suche nach einem kleinen „Knopf fürs Ohr“, den er hier in Karlskrona in Form einer kleinen schwarzen Perle gefunden hat. 2 junge Damen, die zufällig im Laden waren, haben sich köstlich amüsiert, als die Dame mit dem Ohrlochschießgerät auf den etwas ängstlich schauenden Skipper los ging.

Nach der Referenz an Karl den XI, den Stradtgründer von Karlskrona ging es noch ins Marinemuseum und dann zurück an Bord.

Karl XI

Heute am Abend ist ein gemütliches Beieinander mit Claudia und Wolfgang auf der Pilgrim geplant, und morgen soll es bei angekündigtem leichten Wind weiter südwärts gehen.

Zum Crewwechsel nach Kalmar …

16 August 2011

…wo wir gestern, am 15.8. angelangt sind.

Seit dem letzen Eintrag in Idö waren wir am 12.8. auf der kleinen Schäre Strupö, nördlich von Oskarshamn. Hier ankerten wir auf nur 1,50m Wassertiefe in der ringsum von einem kleinen Fischerdorf umgebenen Bucht. Wir fühlten uns, als wären wir mitten auf dem Marktplatz gelandet.

Wie auf dem Marktplatz ...

Die Ankerlaterne brennt

In der Nacht brieste es auf, jetzt wurde aus dem „Marktplatz“ eine Mausefalle; kaum Platz zum schwojen und fast kein Wasser unter dem Kiel. Also nichts wie weg hier.
Noch vor 6 ging der Motor an, noch schnell über einen Stein gehopst und dann waren wir wieder in freiem Wasser. Byxelkrok auf Öland war das Ziel.
Ein frischer Nordost pustete uns rasch voran, warum den nicht nutzen ? Also Zieländerung: Sandvig auf Öland. Vor Sandvig angelangt, hatten wir noch immer nicht genug und legten noch die 10 Meilen bis Borgholm drauf. 42 schöne Segelmeilen kamen so zustande, die wir in 6 1/2 Stunden zurücklegten.
Der im Sommer so quirlige Hafen von Borgholm war nur noch schwach belegt, ausreichend Platz also, um längseits anzulegen.
Manfred nutze den hier eingelegten Hafentag zum Besuch der Festungsruine und dem Park der königlichen Sommerresidenz. Ich lief ein bißchen im Hinterland von Borgholm herum.

Nichts mehr los in Borgholm ..

Am Sonntag, 14.8 ging es weiter; nach Kalmar ist es zwar nicht mehr weit, aber weil Crewwechsel erst am Mittwoch ist, machten wir noch einen Zwischenstopp in Revsudden.
Kurz hinter Borgholm passierten wir das königliche Bootshaus, welches zu der Sommerresidenz gehört.

das königliche Bootshaus

In Revsudden stehen neben einem alten Lotsenhaus ein paar schöne Ferienhäuser, ansonsten gibt es hier nichts. Jan, dessen schöne alte Hallberg Rassy neben uns lag, war so freundlich, Manfred am Montag Morgen noch zum 9 km entfernten Lebensmittelladen zu fahren, so daß am Abend 2 schöne Steaks in der Pfanne lagen. Danke Jan !

Revsudden

Von Revsudden aus sieht man bereits die Ölandbrücke in Kalmar

Nachdem Manfred vom Supermarkt zurück war, starteten wir zu seinem letzten Törnabschnitt. Der geriet nicht ganz so wie gewünscht. Wind genau auf dem Kopf, Spritzwasser von unten, Regenwasser von oben, aber wir wollten jetzt nach Kalmar.
Der Motor schob uns gegen Wind und Welle voran, dabei unterstützt von einem südwärts gerichteten Strom.

Heute liegen wir in Kalmar; Manfred reist morgen früh ab und Johannes kommt erst spät am Abend an. Am Donnerstag soll es dann weiter in Richtung Süden gehen.

10 August 2011

Von Broken aus telefonierten wir nochmal mit Bosse auf Hävringe. Die Marlin sei im Hafen, sagte er uns, und er werde Heinz und Barbara über unser kommen informieren.
Die 9 Meilen waren bald geschafft, 7 davon konnten wir segeln, dann blieb der Wind weg.
So voll wie diesmal habe ich den kleinen Hafen noch nicht erlebt, wir fanden aber ein Plätzchen neben der Marlin und kaum fest, begrüßte uns Bosse.

Hochbetrieb auf Hävringe

Einen Kaffee „mit Beilage“ gab es zur Begrüßung. Nach einem Spaziergang ging es ans kochen. Bosse hatte Besuch und konnte leider nicht mit uns essen, versorgte uns aber mit frischen Flundern,
ausreichend für Heinz, Manfred und mich. Barbara mag Fisch nicht so gerne.

Am anderen Morgen ( 5.8.) gab es noch einen Abschiedskaffe und dann starteten Marlin und Pilgrim nach Nävekvarn. Prächtiger Wind ließ uns die 17 Meilen in 3 1/4 Std. bewältigen.
Unterwegs schoß Heinz das nachstehende Bild von der Pilgrim :

Weil Pilgrim schon wieder mit angezogener Bremse segelt ( wir wären sonst viel zu früh zum nächsten Crewwechsel in Kalmar ) verabschiedeten wir uns hier von Barbara und Heinz, die nun etwas zügiger südwärts wollen.

Unser nächstes Ziel war Arkosund; als frisch gebackenes Mitglied des Svenska Kryssarklubben machten wir hier erstmals an einer der blauen Bojen des Clubs fest, die dieser an den schönsten Plätzen längs der schwedischen Küste ausgelegt hat.

Sonnenaufgang im Arkosund

Tyrislöt, gerade mal 9 Meilen südlich von Arkosund war das nächste Ziel, u.a. weil es dort „Versorgung“ insbesondere Wasser geben sollte. Nun, mit der Versorgung war es nicht so toll, im Kiosk des Campingplatzes gab es nur das Allernotwendigste, aber eine schöne Lachsseite konnten wir dort kaufen. Das Wasser mußten wir über 200m per Kanister beischleifen.
Den Folgetag blieben wir hier, weil die Kustväderprognos süddlichen Wind mit mehr als 10m/sec angekündigt hatte.

Tyrislöt

Auch heute ( am 9.August ) kam der Wind aus Süd und brachte auch einige Schauer mit, aber wir müssen weiter, leider nur mit Motorkraft. Mit einem Zwischenstop in Fyrudden, wo wir die Vorräte ein wenig ergänzen konnten, ging es in den SXK-Clubhafen Stugvik auf Stora Alö, den die lokale Gruppe des Kryssarklubben liebevoll angelegt hat.

SXK-Hafen Stugsvik

Heute, am 10.8. war mal wieder ein super Segeltag. 27 Meilen konnten bei sehr böigem West- bis Südwestwind gesegelt werden. Vor jeder der engen Schärendurchfahrten war die Frage, schaffen wir es ohne Holeschlag und vor allem ohne Motorhilfe. Aber Rassmus hatte ein Einsehen mit uns und drehte letzlich immer so, daß wir die kritischen Passagen durchsegeln konnten, wenn auch manchmal mit etwas gekneife. Pilgrims flexibles Kutterrigg bewährte sich heute prächtig; je nach Windsituation konnten wir blitzschnell vom großen auf das kleine Vorsegel „umschalten“ was bei wechselndem Wind zwischen 4 und 6, ein paar kräftigere Böen waren wohl auch noch dabei, recht hilfreich war.

Jetzt liegen wir auf der Schäre Idö vor Västervik und steuern so allmählich den Kalmarsund an.

Es gab nochmal Kuchen ..

3 August 2011

…auf der Marlin.
Heinz schlug vor, gemeinsam nach Arkholmen zu segeln. Das ist ein naturnaher Clubhafen auf einem kleinen Inselchen im südlichen Teil der Zufahrt nach Södertälje.
Wir waren in Södertälje noch Einkaufen und sind deshalb etwas später als Barbara und Heinz weggekommen.
Auf Arkholmen angekommen, fanden wir Platz neben der Marlin und nach einem kurzen Spaziergang auf dem Inselchen gab es auf der Marlin wieder Kaffee und Kuchen. Das könnte zur Gewohnheit werden ….
Jedenfalls nochmal unseren herzlichen Dank an Barbara für Kaffe und Kuchen und an Heinz für den leckeren Cognac danach.

Blick von Arkholmen nordwärts

Am folgenden Tag, segelten wir ein paar Meilen nach Trosa, wo Manfred gerne nochmal hin wollte.

Heute (Mittwoch, 3.8.) ging es von Trosa nach Broken vor Oxelösund. Dieser Streckenabschnitt ist jedesmal ein besonderes Erlebnis. Enge Durchfahrten wechseln mit weiten Wasserflächen und es gibt zahlreiche wunderschöne Ankerbuchten und Felsliegeplätze.
Wir sind aber daran vorbei nach Broken gefahren, um für morgen einen günstigen Startpunkt für den Schlag nach Hävringe zu haben.
Bei Bosse sind wir schon angemeldet

Broken

Die Heimreise hat begonnen

31 Juli 2011

Von Stockholm / Fjäderholmarna ging es weiter in den Mälarsee. Schwedens älteste Stadt Sigtuna war das Ziel.
Stockholms Flugplatz Arlanda ist von dort in 15 Busminuten erreichbar.
Am vergangenen Donnerstag mußte Anne leider nach Hause fliegen, 6 Wochen Urlaub gingen wieder mal viel zu schnell vorbei.

Manfred, der mich schon im vergangenen Jahr begleitete, kam an Bord und am Freitag konnten wir fast 40 Meilen nach Mariefred segeln.
Bosse 2, der ein Konzert im Garten von Schloß Gripsholm besuchte, sah uns im Hafen vor Anker liegen und winkte uns zu,

Bosse 2 hat uns entdeckt

Wir verabredeten uns per Telefon für den folgenden Tag und hatten einen schönen Nachmittag miteinander. Außerdem wurden noch 2 Maschinen Wäsche gewaschen.

Abendstimmung am Schloß Gripsholm

Heute haben wir den schönen Mälersee verlassen und liegen nun neben der Marlin von Heinz und Barbara in Södertälje.

Stockholm ist erreicht

23 Juli 2011

und seit Möja brauchten wir den Motor nicht zu bemühen. Nur durch den engen Baggens Stäket vor Stockholm mußte unser Maschinchen ein wenig arbeiten.

Von Möja aus ging es weiter nach Malmakvarn, einem Klubhafen des Svenska Kryssarklubben. Leider hat das nette Restaurant direkt auf dem Steg in diesem Jahr geschlossen. Fürs nächste Jahr ist aber schon eine neue Bewirtschafterin gefunden.
Wir haben uns entschlossen, nun auch Mitglied im Kryssarklubben zu werden und hier ein entsprechendes Anmeldeformular ausgefüllt. Der Wimpel des Klubs weht jetzt unter unserer Saling und damit sind wir nun auch berechtigt, die Festmachebojen, die der Klub an den schönsten Stellen der Küste ausgelegt hat, zu nutzen.

Malmakvarn

Von Malmakvarn aus haben wir eine Bustour nach Mölnvik, einem großen Einkaufszentrum unternommen, wo wir mal wieder unsere Vorräte ergänzt haben.

Abends rief Heinz von der Merlin an; seine Frau und er wollen am Freitag nach Dalarö und wir haben beschlossen, uns dort zu treffen.
Früh am Freitag sind wir in Malmakvarn los, um in dem immer sehr frequentierten Hafen von Dalarö noch einen Platz zu bekommen, was auch geklappt hat. Eine Stunde später war auch die Merlin da und fand einen Platz direkt neben uns. Am Nachmittag gab es leckeren Kirschkuchen und Kaffee an Bord der Merlin, dafür einen herzlichen Dank an Barbara. Nach einem Spaziergang in Dalarö klang der Tag bei ein paar Gläschen Wein aus.
Heute, am Samstag geht die Merlin nach Malmakvarn und wir haben uns auf den Weg nach Stockholm gemacht. Diesmal nicht in den Wasahamn sondern auf die kleine Ausflugsinsel Fjäderholmarna, die mitten in der Einfahrt nach Stockholm liegt. Mehrere Fähren schaffen emsig Besucher her und wieder weg und die großen Finnlandfähren und Kreuzfahrschiffe ziehen an uns vorbei.

Stockholm / Fjäderholmarna

Morgen ist ein Besuch im schönen Stockholm vorgesehen und dann soll es noch in den Mälaren nach Sigtuna gehen.

Weiter nach Süden

19 Juli 2011

Samstag, 16.7.11; Fejan

Nach einem weiteren Urlaubstag in Gräddö ( das Wetter verlockte nicht sehr zum Segeln ) ging es dann nach Fejan, am Vormittag aber zunächst noch mit dem Bus nach Norrtälje um ein paar Sachen einzukaufen; Mitbringsel z.B. und ein Besuch beim „Systembolaget“, der einzigen schwedischen Quelle für alles, was mehr als 3,5 % Alkohol hat, wurde auch absolviert. Am frühen Nachmittag waren wir zurück in Gräddö und machten Pilgrims Leinen los. Für die 5 Meilen nach Fejan wurden die Segel erst gar nicht gesetzt, mit Motorhilfe waren wir nach einer Stunde dort.
Direkt vor Fejans Skärgardskrog ist die Gästebrücke, an der wir festmachten. Hier herrschte Urlaubsstimmung pur. Live-Musik auf der Restaurantterrasse, Stimmengewirr am Fähranleger; die Fähre holte ständig Inselbesucher ab und brachte Neue, die teils im Vandrarhem übernachteten.

Die Fähre ist da

Auf den glatt geschliffenen Felsen, gleich neben dem Steg tobten ganze Scharen von Kindern herum; herrlich zu beobachten, wie schnell die Kontakte knüpften und wie sie unermüdlich über die Felsen tobten.

Bei der schönen Stimmung war es klar, daß auch hier ein Hafentag angesagt war.
Wir waren, dank ICA in Gräddo, bestens mit Essbarem ausgestattet. Scampis z.B., lecker mit Knoblauch angebraten; das Restaurant brauchten wir nicht.

Hinter der nächsten Insel zogen die großen Kreuzfahrtschiffe und Finnlandfähren vorbei, die von Stockholm kamen oder dort hin wollten.

Sonntag, 17.Juli, kein Ruhmestag für den Navigator ….
Als Ziel war Kalö angesagt, 20 sm südlich von Fejan und der Wind blies zunächst etwas schwächlich, später kräftiger aus Süd. Kreuzen war angesagt. Und während der Skipper sorgfältig die Kreuzschläge plante, übersah er die winzige Untiefe „Träffen“, die knapp unter der Wasseroberfläche im Kudoxafjärden lauert.
Es ist ein häßliches Geräusch, wenn der Kiel über die Steine holpert und der Schreck stand dem Skipper und seiner Frau im Gesicht.
Der Wind in den rasch ganz dicht genommenen Segln, in Verbindung mit der dadurch erreichten Schräglage und dem so verringerten Tiefgang, pustete uns aber nach ein paar Holperern wieder ins freie Wasser.
Fast 30 Meilen mussten wir für die 20 Seemeilen lange Strecke segeln, um endlich in Kalö festzumachen. Im Gegensatz zu meinem Besuch vor ca. 6 Wochen, als ich die Insel für mich alleine hatte, war der Steg diesmal gut belegt. Einen Platz fanden wir zwar noch, aber eine freie Heckboje gab es nicht mehr. Der Heckanker wurde bemüht.

Montag, 18.Juli, ein weiterer Hafentag ist, dank des angesagten Südwindes mit mehr als 10 m/ s ( 6 Bft ), in Kalö angesagt. Der Tag wird verfaulenzt und u.a. diese Zeilen geschrieben.

Ach ja, ich hab da noch eine Frage. Kennt jemand die nachstehende Blume ? Wir haben sie auf verschiedenen Inseln aber längst nicht überall gesehen.
Wegen der blauen Blätter an der Spitze und den gelben Blüten haben wie sie Schwedenblume getauft.

Schwedenblume

Dienstag 19. Juli

Eine weitere kleine sportliche Einlage, 7 sm gegen einen angenehmen Südwest aufgekreuzt und schon sind wir auf Möja im Hafen Kyrkviken.
Wir hoffen, daß uns nicht noch ein Boot über die Leine des Heckankers fährt und diesen nochmals ausbricht. Es steht nämlich etwas Wind aufs Heck; da sollte der Heckanker schon halten, damit der Bug nicht auf die Pier stößt.

auf Möja


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